Verzicht auf Großinvestitionen trotz strengerer Anforderungen!
Die Anforderungen der TA Luft sind in den letzten Jahren spürbar strenger geworden. Für Betreiber von Kompostierungsanlagen bedeutet das vor allem eines: Emissionen müssen vorsorglich, dauerhaft und nachvollziehbar reduziert werden. Gleichzeitig stehen viele Anlagen vor der Frage, wie diese Anforderungen umgesetzt werden können, ohne gleich in eine kostenintensive Halle mit vollständiger Abluftfassung und komplexer Abgasreinigung investieren zu müssen.
Genau an dieser Stelle setzt das ACT-System an.
Offene Kompostierung weiter betreiben – statt alles einhausen
Viele Anlagen arbeiten bewusst offen. Die Gründe sind bekannt: geringere Investitionskosten, flexible Betriebsführung und bewährte Prozesse. Mit den verschärften Anforderungen der TA Luft wird jedoch genau diese offene Betriebsweise zunehmend reguliert, insbesondere bei höheren Durchsatzmengen.
Die TA Luft verlangt in solchen Fällen eine wirksame Emissionsminderung während der hygienisierenden und stabilisierenden Behandlung. Für offene Verfahren gilt die Abdeckung der Rottemieten mit halbdurchlässigen Membranen als Stand der Technik.
ACT erfüllt diese Anforderung direkt. Anstatt den gesamten Prozess in eine Halle zu verlagern, ermöglicht das System eine TA Luft-konforme Emissionsminderung bei weiterhin offenem Betrieb.
Emissionen dort mindern, wo sie entstehen
ACT verwendet kein nachgeschaltetes Abgasreinigungssystem, sondern setzt am Entstehungsort der Emissionen an, direkt an der Rotte selbst. Durch die Kombination aus gezielter Belüftung und halbdurchlässiger Membranabdeckung werden diffuse Emissionen wirksam reduziert.
An der Innenseite der Membran bildet sich ein biologisch aktiver Wasserfilm, in dem Geruchs- und Begleitstoffe gebunden und dem biologischen Abbau im Rottegut wieder zugeführt werden. Die Emissionsminderung erfolgt kontinuierlich und prozessintegriert, ohne den Rotteablauf zu stören.
Damit folgt ACT exakt der Logik der TA Luft: vorsorgen statt nachrüsten.
Explizite Verankerung in der TA Luft
Die besondere Relevanz der Membranabdeckung für offene Kompostierungsanlagen wird auch in der TA Luft ausdrücklich hervorgehoben. In Nummer 5.4.8.5 Absatz i heißt es:
„Im Fall der offenen Betriebsweise der Kompostierungsanlage sind während der hygienisierenden und stabilisierenden Behandlung […] die Kompostmieten mit halbdurchlässigen Membranen abzudecken.“ (TA Luft, 2021, 5.4.8.5 i)
Damit stellt die TA Luft klar, dass bei entsprechend eingestuften Anlagen die Membranabdeckung eine maßgebliche Maßnahme zur Emissionsminderung bei offener Betriebsweise darstellt. Das ACT-System setzt genau an diesem Punkt an und erfüllt diese Anforderung unmittelbar im laufenden Betrieb.
Stand der Technik nach BAT
Auch auf europäischer Ebene entspricht das ACT-System dem Stand der Technik. Im BAT-Referenzdokument für die Abfallbehandlung werden semipermeable Membranabdeckungen in Kombination mit gezielter Belüftung ausdrücklich als wirksame Technik zur Minderung von Geruchs- und Ammoniakemissionen beschrieben.
Insbesondere der Abschnitt „Semipermeable membrane covers with forced positive aeration“ (BAT, Kapitel 4.5.2.3) benennt diese Technik als Best Available Technique zur quellenahen Emissionsminderung bei aeroben Behandlungsverfahren. Damit erfüllt das ACT-System nicht nur die Anforderungen der TA Luft, sondern entspricht zugleich dem europäischen Stand der Technik.
Messbare Wirkung statt theoretischer Annahmen
Ein zentraler Punkt der TA Luft ist die Nachweisbarkeit der Wirksamkeit eingesetzter Maßnahmen. Aussagen zur Emissionsminderung müssen belastbar sein und sich unter realen Betriebsbedingungen überprüfen lassen.
ACT bietet mit ACT.small eine mobile Test- und Demonstrationsanlage an. (Video) Diese kann direkt auf der jeweiligen Kompostierungsanlage eingesetzt werden, um Emissionen im laufenden Betrieb, auch in kritischen Phasen wie der Intensivrotte, messtechnisch zu bewerten. So erhalten Betreiber konkrete Messergebnisse unter ihren individuellen Standort- und Betriebsbedingungen.
Diese Ergebnisse können nicht nur zur internen Bewertung genutzt, sondern bei Bedarf auch gegenüber Behörden vorgelegt werden.
Ammoniak im Griff – weniger Zusatztechnik nötig
Neben Gerüchen rückt auch Ammoniak zunehmend in den Fokus der TA Luft. Gerade bei biologischen Behandlungsprozessen spielt dieser Begleitstoff eine wichtige Rolle.
In eigenen Messungen, durchgeführt von einem akkreditierten Messinstitut, konnte mit ACT.small eine deutliche Reduzierung der Ammoniakkonzentration erreicht werden. Eine solche vorgelagerte Minderung kann nachgeschaltete Abluftreinigungssysteme, beispielsweise saure Wäscher, entlasten oder überflüssig machen.
Das bedeutet für Betreiber: weniger Technik, weniger Komplexität und deutlich geringere Investitions- und Betriebskosten (vorbehaltlich der behördlichen Einzelfallbewertung).
Weniger investieren, trotzdem TA Luft-konform
Die TA Luft verlangt wirksame Emissionsminderung, nicht zwingend maximale Technik. ACT bietet eine wirtschaftliche Alternative zu kostenintensiven Hallenlösungen. Das System ermöglicht:
- TA Luft-konforme Emissionsminderung bei offener Betriebsweise
- Technik nach „Best Available Techniques”
- mess- und nachweisbare Wirksamkeit im laufenden Betrieb
- Reduzierung diffuser Emissionen direkt an der Rotte
- Potenzial zur Vermeidung zusätzlicher Ablufttechnik
- langfristige Investitionssicherheit bei steigenden Anforderungen
Für Anlagenbetreiber, die auf steigende Anforderungen reagieren möchten, ohne den gesamten Betrieb neu zu bauen, ist ACT genau für diese Situation entwickelt worden.
Text by Jonas Schmidt